Zum Ende des Jahres konnte ich mich noch einige Male im Sauerland der Vogelwelt widmen und hatte einige echte Highlights 😊. Dort darf ich seit einiger Zeit die Beobachtungshütte eines Freundes an einer Winterfütterung nutzen, worüber ich sehr dankbar bin.
Im Hönnetal gelegen, bietet der Wald eine große Vielfalt an (Avi-) Fauna und Flora. Und im Oktober/November noch einige spätherbstliche Farben, die ich für diese Serie gut nutzen konnte. Wenige Wochen vor der Wintersonnenwende konnte ich den schon recht flachen Sonnenverlauf nutzen, was teils zu stundenlang brauchbarem Licht führte.
Trotzdem benötigt man für die Vogelfotografie mitten im Wald ein wenig Geduld. Die Sonne steht so flach, dass sie praktisch hunderte Meter durch den Wald scheint – das führt dazu, dass man bei wolkenfreiem Himmel einen ständigen Wechsel der Lichtverhältnisse auf den Motiven hat, mindestens alle 5-10 Minuten. Mal ist der Vordergrund beleuchtet, mal der Hintergrund, mal das Motiv.
Ich selbst bevorzuge ein komplett abgeschattetes Motiv auch in der Vogelfotografie, da ich sanfte Kontraste und hellere bzw. farbenfrohe Hintergründe mag – das bekomme ich nur in Verbindung mit einer leichten Überbelichtung hin. Direktes Licht auf dem Motiv kann ich dabei nicht gebrauchen. Hier mal ein Beispiel, wie das aussehen würde, trotz eigentlich sehr tief stehender Sonne zu der Jahreszeit:
Das Problem ist dabei nicht nur die ungleichmäßige Beleuchtung der Motive/ des Astes, sondern das Bokeh/der Hintergrund ist deutlich unruhiger und auch farblich ganz anders, eher bräunlich. Gerade im Vergleich mit den Bildern der Serie sieht man das ganz gut (habe den gleichen Ast dort auch mehrfach dabei). Für die Praxis bedeutet es, dass ich recht oft tolle Arten und schöne Szenen beobachte, ohne aber auf den Auslöser zu drücken, da es für mich einfach nicht fotogen wirkt. Ist aber auch gar nicht schlimm, man kann den Moment auch so genießen 😉
Mit ein wenig Geduld wird man allerdings auch immer wieder belohnt: meine Highlights waren sehr schöne Lichtbedingungen bei den Staren, beim Mittelspecht und wieder beim Grauspecht.
Ja und dann gab es diesen Moment, als plötzlich die Singvögel verstummten und sich der Sperber auf einen Ast vor mir setzte – im vierten Jahr das erste Mal, für knapp 2 Minuten …dazu gleich mehr. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Wilhelm Waltermann für diese tollen Momente in der Hütte! Nun wünsche ich euch viel Spaß mit den Bildern!
P.S. Auch wenn ich im Dezember noch ein wenig fotografiere - so gibt es die nächste Bilderserie erst wieder Mitte Januar, da wir zum Jahreswechsel wieder 3 Wochen mit der Familie in Portugal sein werden und einen Workshop leiten.


Dafür muss ziemlich viel stimmen und es hat die letzten Jahre nicht geklappt…der Specht neigt hier etwas den Kopf zum Fotografen, sodass deutlich mehr von der schönen roten Färbung zu sehen ist und glücklicherweise genau in den wenigen Minuten, wo diese Stelle komplett im Schatten lag. Die tolle Ausleuchtung kam dann noch durch eine Schneedecke auf dem Boden, die stark nach oben reflektiert….




Ich hoffe, dass euch die Serie gefallen hat – zum Ende des Jahres gibt es noch meinen obligatorischen Statistik-Artikel mit Jahresrückblick und dann geht es erstmal nach Portugal….viele Grüße 👋












