Faszination und Seascapes der Region Alentejo

Die Region Alentejo schließt direkt an den Norden der Algarve an. Es ist die größte Region Portugals, allerdings abseits der Küstenlinie ziemlich dünn besiedelt. Diese Gegend ist recht grün, hügelig und vor allem geprägt von Korkeichen – sogar die Hälfte des weltweit produzierten Korks stammt aus dieser Region Portugals. An vielen Stellen ist das schon während der Autofahrt ein Highlight.

 

Unser Augenmerk lag im Januar allerdings auf den Seascapes, denn die Küste ist dort mehr als 100km lang. Insgesamt 8 Tage unserer Reise haben wir dort verbracht und daher konnte ich in diesem Jahr eine separate Bilderserie davon erstellen.

 

Geholfen haben dabei sehr wechselhafte, jedoch fotografisch interessante Bedingungen. An einigen Tagen erinnerte mich das Wetter an das der Lofoten – auf eine kurze Regenfront folgte Sonne und Regenbogen, bevor es wieder feucht wurde. Für die Landschaftsfotografie natürlich ziemlich gut.

 

Leider hatte sich diese Wetterlage Richtung Februar deutlich verschärft, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das setzt den Menschen dort aktuell wirklich zu, siehe auch meine Erläuterung im ersten Teil. Unser Vermieter vom Januar teilte mir gerade mit, dass die Lage speziell an den hier gezeigten Orten ok war, betroffen ist vor allem das nördliche Alentejo und natürlich der Abschnitt ab Lissabon nordwärts.

 

Aber zurück zu Alentejo in der ersten Januarhälfte. Insgesamt fiel auf, dass die Region viel weniger touristisch ist und man sieht auch eine andere Seiten Portugals. Denn zum Beispiel Lissabon oder die Küste der Algarve sind zum Vergleich wirtschaftlich, in der Infrastruktur, Architektur und Kultur nicht repräsentativ für ganz Portugal. Alentejo ist etwas urtümlicher, mit vielen Vorzügen, aber auch Problemen, die das Land hat. 

 

Dieses Jahr erkundeten wir auch wieder neue Spots in der Südhälfte Alentejos. Man trifft immer wieder auf kleine Juwelen - also wunderschöne Strände, an denen man im Winter komplett alleine ist. Und mit einigen bereits bekannten Spots konnte ich mich mal etwas tiefer beschäftigen. Mit dieser Serie war ich am Ende wirklich sehr zufrieden, ich bin auch auf eure Meinung gespannt!

 

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, auch mal das schöne Hinterland mit den Korkeichen in Szene zu setzen, das habe ich bisher noch nicht geschafft.

 

Ich hoffe diese dritte und letzte Serie gefällt euch!

1) Gemeinsam genossen wir morgens diesen wunderbaren Strand
1) Gemeinsam genossen wir morgens diesen wunderbaren Strand
2) Hier standen wir wirklich exponiert auf einem Felsen mitten in der Brandung und sind nach einigen Minuten auch richtig nass geworden 😅
2) Hier standen wir wirklich exponiert auf einem Felsen mitten in der Brandung und sind nach einigen Minuten auch richtig nass geworden 😅
3) Auch weiter nach Sonnenaufgang war die Wolkenstruktur noch interessant
3) Auch weiter nach Sonnenaufgang war die Wolkenstruktur noch interessant
4) Überall boten sich Linien und Felsstrukturen als Vordergrundelement an – eine interessante Stelle für die Zukunft
4) Überall boten sich Linien und Felsstrukturen als Vordergrundelement an – eine interessante Stelle für die Zukunft
5) Die Strukturen der riesigen Flysch Formationen an dieser Stelle sind wirklich bemerkenswert und ich finde auch, der dramatische Himmel passte richtig gut dazu
5) Die Strukturen der riesigen Flysch Formationen an dieser Stelle sind wirklich bemerkenswert und ich finde auch, der dramatische Himmel passte richtig gut dazu
6) Diesen kleinen Strand habe ich an 3 verschiedenen Tagen fotografiert…hier Variante 1
6) Diesen kleinen Strand habe ich an 3 verschiedenen Tagen fotografiert…hier Variante 1
7) Und hier in der 2.Variante mit Perspektive von links und riesigem Wellengang
7) Und hier in der 2.Variante mit Perspektive von links und riesigem Wellengang
8) Und in der letzten Variante mit aufkommendem Unwetter von rechts samt Mini-Regenbogen
8) Und in der letzten Variante mit aufkommendem Unwetter von rechts samt Mini-Regenbogen
9) Auch diese Stelle mit den tollen Bodenstrukturen entdeckte ich für mich neu – dies war eines meiner Lieblingsbilder
9) Auch diese Stelle mit den tollen Bodenstrukturen entdeckte ich für mich neu – dies war eines meiner Lieblingsbilder
10) Für einen Moment ergab sich dabei dieses Motiv mit einer grafischen Wirkung
10) Für einen Moment ergab sich dabei dieses Motiv mit einer grafischen Wirkung
11) In der letzten Woche konnten wir auch noch diesen tollen Strand im Norden erkunden, er war kilometerlang ohne einen weiteren Menschen bei Sonnenuntergang
11) In der letzten Woche konnten wir auch noch diesen tollen Strand im Norden erkunden, er war kilometerlang ohne einen weiteren Menschen bei Sonnenuntergang
12) Ein weiterer sehr schöner Morgen – hier rollte eine Wolkenfront an, die von der Morgensonne orange beleuchtet wurde
12) Ein weiterer sehr schöner Morgen – hier rollte eine Wolkenfront an, die von der Morgensonne orange beleuchtet wurde
13) Zuvor färbte sich der Himmel und ich begab mich nochmal an diese schöne Stelle
13) Zuvor färbte sich der Himmel und ich begab mich nochmal an diese schöne Stelle
14) Und hier mein Favorit von diesem Morgen – gemeinsam mit Christina und Ben genossen wir die Zeit dort. Mit dem Gehtempo eines anderthalbjährigen nimmt man sich automatisch seeehr viel Zeit, Entschleunigung pur 😀
14) Und hier mein Favorit von diesem Morgen – gemeinsam mit Christina und Ben genossen wir die Zeit dort. Mit dem Gehtempo eines anderthalbjährigen nimmt man sich automatisch seeehr viel Zeit, Entschleunigung pur 😀
15)  An Wolken und Regenbögen mangelte es wahrlich nicht – hier kam die nächste Regenfront angerollt…
15) An Wolken und Regenbögen mangelte es wahrlich nicht – hier kam die nächste Regenfront angerollt…
16) Nächster Tag, nächste Erkundung, wieder schönes Licht - durch einen kleinen Torbogen hindurch konnte ich diese Szene umsetzen.
16) Nächster Tag, nächste Erkundung, wieder schönes Licht - durch einen kleinen Torbogen hindurch konnte ich diese Szene umsetzen.

Clevererweise kam ich zuvor auf die Idee, heute mal ohne Gummistiefel loszuziehen. Ich sag mal so, nach dieser Welle war es keine Spitzenidee mehr… 

 

Nun zum letzten Motiv, den netzartigen Tidenpools bei Vila Nova, die wirklich eine Besonderheit auch für die Teilnehmer der Reise darstellen.

In unserer letzten Woche waren wir privat gleich 4 Abende an diesem Strand, da er einfach vor unserer Haustür lag  – und auch, weil er abseits dieser Felsstrukturen ein sehr schöner Sandstrand ist, der auch etwas verwinkelt verläuft. Unser Ben hatte nebenbei tierischen Spaß daran, mit seinen Gummistiefeln in diesen Pools zu treten, die Wassertiefe beträgt in den meisten Pools nur 5-10 Zentimeter.

 

Genau das ist auch fotografisch vorteilhaft und interessant: jeder kleine „Pool“ hat eine Art erhöhte Begrenzung und diese geringe Wassertiefe. Das heißt, selbst bei geringen bis mittleren Winden bleibt meist eine gute Spiegelung erhalten.

 

Ich hatte gehofft, hier endlich mal einen Sonnenuntergang mit mehr Wolken ablichten zu können und das war auch der Fall – hier mal eine Auswahl von 6 Bildern: 

17) Gleich am ersten Abend zog dieses Wolkenband durch und ich wählte eine Perspektive weiter zum Strand. Leider kamen wir aufgrund der Anreise erst spät an, ich hätte hier gerne schon 10 Minuten vorher fotografiert
17) Gleich am ersten Abend zog dieses Wolkenband durch und ich wählte eine Perspektive weiter zum Strand. Leider kamen wir aufgrund der Anreise erst spät an, ich hätte hier gerne schon 10 Minuten vorher fotografiert
18) Am zweiten Abend gab es einen ganz tollen dramatischen Himmel mit viel Struktur, und ich setzte diese Szene um
18) Am zweiten Abend gab es einen ganz tollen dramatischen Himmel mit viel Struktur, und ich setzte diese Szene um
19) Beim dritten Besuch gab es nur eine kleine Hand voller Wölkchen, und doch gefiel mir diese Version im Nachgang sehr gut
19) Beim dritten Besuch gab es nur eine kleine Hand voller Wölkchen, und doch gefiel mir diese Version im Nachgang sehr gut
20) Am letzten Abend unserer Reise gab es nochmal ein echtes Highlight: bis 30 Minuten vor Sonnenuntergang regnete es noch.
20) Am letzten Abend unserer Reise gab es nochmal ein echtes Highlight: bis 30 Minuten vor Sonnenuntergang regnete es noch.

Man sah jedoch im Satellitenbild, dass sich von Südwesten eine Wolkenlücke nähert. Dann ging alles ganz schnell und 15 Minuten später konnte ich diese Szene umsetzen

21) Immer wieder brach in den kommenden Minuten die Sonne kurz durch und verschwand auch schnell wieder…der Himmel sah Richtung Südwesten dramatisch aus!
21) Immer wieder brach in den kommenden Minuten die Sonne kurz durch und verschwand auch schnell wieder…der Himmel sah Richtung Südwesten dramatisch aus!
22) Und zum Schluss machte ich nochmal einen Linksschwenk: ich mag solche Motive mit Seitenlicht sehr, wenn der Himmel (gerade im UWW) einen intensiven warm-kalt-Verlauf erhält.
22) Und zum Schluss machte ich nochmal einen Linksschwenk: ich mag solche Motive mit Seitenlicht sehr, wenn der Himmel (gerade im UWW) einen intensiven warm-kalt-Verlauf erhält.

Und auch das finde ich an der Stelle richtig gut: man kann den Aufnahmewinkel stark anpassen. Bild Nr. 20 zum Beispiel ist fast in 180° entgegengesetzter Richtung fotografiert. So kann man immer gut mit dem Licht und den Wolken mitgehen.

 

Das war es mit meiner Serie der Seascapes von Alentejo – ich hoffe die diesjährigen Eindrücke haben euch gefallen 😊

Aktuell arbeite ich an einer Serie über Wintervögel und werde spätestens im März die Ergebnisse zeigen.

 

Beste Grüße, Thomas 👋