War das eine Woche - einen solchen Jetlag hatte ich selten - wenn man nach 14 Tagen im Modus "Nachts fotografieren mit Daunenjacke" zu "Tagsüber arbeiten bei 35 Grad" wechselt, dann setzt das dem Körper interessant zu 🙃 Aber, jetzt ist endlich Wochenende und ich möchte euch eine zweite Bilderserie aus Island zeigen:
Das Gebiet rund um den Gletschersee Jökulsarlon ist weltbekannt für seine faszinierenden Möglichkeiten, große und transparente Eisblöcke direkt in der Brandung oder in der Lagune zu fotografieren, so wie hier zu sehen.
Der See liegt an der Gletscherzunge Breiðamerkurjökull. Es ist eine von vielen Gletscherzungen des gesamten Vatnajökull Gletschers, dem größten Gletscher Europas. Der Vatnajökull ist so groß, dass man auf der Durchreise über die Ringstraße mehr als 2 Stunden lang immer wieder unterschiedliche Gletscherzungen davon sieht.
Allerdings bietet dieses Gebiet auch für jeden Wildlife-Fotografen tolle Optionen. In der Vergangenheit zeigte ich bereits einige Goldregenpfeifer, Skuas, Singschwäne, Eiderenten, Seeschwalben, Kegelrobben und Rentiere von dort. Doch es gibt auch weitere schöne Tierarten dort - fast immer sieht man hier Seehunde und regelmäßig auch Polarfüchse.
Auch für ornithologisch Interessierte bietet die Gegend noch weitere Highlights. Dabei lohnt es sich, das Gebiet auch mal etwas weitläufiger zu Fuß zu erkunden, gerade zwischen der vor und nachgelagerten Gletscherzunge. Denn rund um den Gletscher gibt es nicht nur karge Steinlandschaften. Auch hier finden sich tolle Tundra-Habitate und sogar Lupinen-Bestände, gerade wenn man noch ein paar Fahrminuten in Kauf nimmt.
In diesem Jahr konnte ich eine ganze Serie den Vögeln dieser "Station" unserer Reise widmen. Besonders gefreut haben mich die Begegnungen mit den Raubmöwen, den kleinen Schneeammern sowie den Sterntauchern.
Eine wunderbare Session hatten wir am frühen Morgen: nach einem schönen Sonnenaufgang am „Diamond Beach“ (Bilder folgen im nächsten Teil) und einer bereits 2-3 stündigen Session gingen wir noch rüber zur Lagune, zum Gletschersee. Dort hielt sich circa 2 weitere Stunden lang ein ganz tolles Licht mit Blick auf die blauen Eisberge. Die Sonne hat zu dieser Jahreszeit einfach einen extrem niedrigen Verlauf. Immer wieder zogen Seehunde und Vögel vorbei und wir fotografierten ständig im Wechsel zwischen Tele und Weitwinkel.
Eine wunderbare Session, von der ihr auch einige Bilder in dieser Serie seht, aber auch in den nächsten beiden 😊
Viel Spaß beim Betrachten und viele Grüße,
Thomas
PS: die Teile 3 und 4 gibt es in Kürze…



Nach der Brut ziehen viele Tiere bis in die Gewässer vor Südamerika, Afrika oder Australien und somit sehr weit.






Es dient der besseren Wasserströmung und hat keine abstehenden Federn wie z.B. bei Enten. Auch deshalb sind solche Taucher eine der am stärksten an das Tauchen angepassten Vogelgruppen überhaupt.
Ich hoffe, dieser zweite Teil hat euch gut gefallen 😊👋
Beste Grüße,
Thomas









