Der Jahresrückblick auf das Fotojahr 2021

Zum Jahresende gibt es wieder ein paar Zahlen-Daten-Fakten von mir. Im letzten Jahr habe ich ja bereits einige mir häufiger gestellte Fragen zum Thema fotografische Ausbeute in diesem Artikel beantwortet – und darauf aufbauend werde ich nun jedes Jahr im letzten Blogbeitrag die Zahlen aktualisieren und einen Rückblick geben.

Definitiv unerwartet ist die Anzahl der produzierten Bilder mit 563 (Stand 15.Dezember), die ich euch in insgesamt 35 Blogeinträgen zeigen konnte 😃

 

Bereits im letzten Jahr war diese Zahl mit damals 461 sehr hoch und ich war mir absolut sicher, das nicht toppen zu können. Doch leider war dieses Jahr natürlich immer noch von der Pandemie geprägt und da somit an den meisten Tagen (im Homeoffice) die Fahrtzeiten weg fielen, konnte ich mit Blick auf die Sonnenuntergangszeiten gerade zwischen April und Oktober enorm viel fotografieren. Insbesondere im Hochsommer bin ich fast jeden Abend ab 20 Uhr nochmal raus zum Sonnenuntergang. Dazu kam noch ein extrem ertragreicher Winter (Januar-März), an dem selbst hier in NRW ab 700m Höhe viele Schneereiche Tage einige Motive bescherten, alleine in diesem Zeitraum konnte ich bereits 8 Bilderserien umsetzen.

 

Übrigens bin ich im Januar gefragt worden, wieviel Auslösungen dahinter stecken – das kann ich leider nicht mehr präzise nachvollziehen, aber mit Sicherheit über 100.000, also habe ich mit den 563 weniger als 0,05% der Bilder im Blog gezeigt. Gerade im Wildlife-Bereich produziert man auch viel „für die Tonne“. Alleine aus den kürzlichen 15 Tagen Norwegen habe ich circa 18.500 Bilder mitgebracht, nur mal als Größenordnung, das lag vor allem an den vielen „Wischern“ und Flugaufnahmen von Seeadlern.

 

Egal was nächstes Jahr kommt, dieses Jahr dürfte definitiv den Peak darstellen 😅 Dabei sind 71% der Aufnahmen in heimatnahen Bereichen entstanden - im Bergischen Land, im Sauerland, im Ruhrgebiet sowie in der Eifel. Wobei bei meinem jetzigen Wohnort einige Teil der Eifel, vor allem der Vulkaneifel, schon ein ganzes Stück entfernt sind.

 

In die verschiedenen „Genre“ der Naturfotografie aufgeteilt, habe ich mich vor allem in diesen Bereichen bewegt:

Dieses Jahr war recht ausgeglichen in den unterschiedlichen Genre. Lediglich in der Makrofotografie war ich gar nicht unterwegs - das ist meist in den Jahren der Fall, wenn ich im Sommer nacheinander sehr gute Motive im Bereich der Supertelefotografie habe. Die Grafik zeigt auch ganz gut, wie abwechslungsreich das fotografische Jahr war – es macht mir unheimlich viel Spaß bei der einen Serie mit dem Tele loszuziehen und bei der nächsten Serie wieder zum Weitwinkel zu greifen.

 

Nun ein Blick auf die „Ausbeute“. Wie ein „Einsatztage“ etc genauer definiert sind und wie ich auf die Anzahl der Bilder komme, habe ich bei Interesse im letztjährigen Artikel beschrieben.

Die Einsatztage waren wie oben bereits angedeutet wieder sehr hoch, sogar auf dem Höchststand seit 2016, ich habe an 136 Tagen mit der Kamera los ziehen können. Entsprechend ist auch die Anzahl der produzierten Bilder auf die genannten 563 gewachsen, obwohl mein Anspruch an ein Bild jährlich eher steigt.

 

Wenn ich nun die Bilder mit den Einsatztagen ins Verhältnis setzen, komme ich auf folgenden Durchschnitt pro Fototag:

Komischerweise ist die Anzahl nochmal deutlich gestiegen von 3,6 im letzten Jahr auf nun 4,1 Bilder pro Einsatztag in diesem Jahr. Das ist aber eher Zufall und hat mit den ausgewählten Fotoprojekten zu tun.

 

Ich gebe zu bedenken: wenn ich nächstes Jahr zum Beispiel einen Monat investieren würde, um in der Mongolei Schneeleoparden zu fotografieren, dann hätte ich bei 30 Einsatztagen vielleicht 5 brauchbare Bilder, also eine schlechte Quote, aber dafür möglicherweise eine sehr besondere Qualität der Aufnahmen. Insofern sind solche Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen 😉 In diesem Jahr hatte ich aber besonders wenige Einsatztage, an denen ich mit 0-1 Bildern nach Hause gekommen bin, daher wohl die Steigerung.

 

Unten stehen alle Zahlen nochmal in Rohform. Bei der jeweiligen Vorjahreszahl gibt es immer noch eine minimale Abweichung, da ich schon Mitte Dezember veröffentliche (im Januar fehlt mir die Zeit) und meist noch die ein oder andere Fotosession bis Jahresende folgt.

Das also zu den zahlenmäßigen Fakten des Jahres 2021.


Was die Motive anging, so kamen einige Serien-Themen absolut überraschend. Ich möchte meine persönlichen Top5 Serien mit euch teilen – mit diesen sind ganz besondere Erlebnisse vor Ort verbunden:

Abseits der fotografischen Ausbeute hatte das Jahr für uns sehr viel Licht und Schatten. Nachdem wir sie schonmal verschieben mussten, konnten wir endlich heiraten und wunderbare Flitterwochen verbringen und sind mehr als glücklich darüber.

 

Doch es gab auch Schatten. Neben der Pandemie, die uns allen zusetzt, verstarb leider unser guter Freund Detlev. Er hat auch immer gerne die Naturbilder in diesem Blog angesehen und ich hätte ihm gerne auch dieses Jahr wieder viele Geschichten von unseren Reisen erzählt. Leider geht das nicht mehr und wir vermissen Ihn sehr.

 

Ich bedanke mich nun ganz ausdrücklich für euer Interesse an diesem Blog, wünsche Euch einen guten Start ins Neue Jahr und vor allem die beste Gesundheit für 2022, denn das ist das allerwichtigste.

 

Mit besten Grüßen,

Thomas

P.S.: das letzte Bild in diesem Jahr habe nicht ich fotografiert, sondern der norwegische Naturfotograf Steven Henrikson, in einer besonderen Nacht unserer Flitterwochen